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Sehen, was Sache ist: Die Epiduroskopie ist eine Spiegelung des Wirbelsäulenkanals. Wie beim Schmerzkatheter
nach Prof. Racz wird eine spezielle Sonde unter lokaler Betäubung durch eine natürliche Knochenöffnung im Steißbein
(die so genannte Cauda, daher der Name Transcaudale Epiduroskopie) in den Wirbelkanal eingeführt.
Eine winzige Kamera an der Spitze eines Katheters erlaubt bei der in unserer Praxis weiter entwickelten Methode
zusätzlich einen direkten Einblick in das Schmerzgeschehen. Über den Katheter können anschließend zielgenau
Spülungen vorgenommen und entzündetes Gewebe mit Medikamenten behandelt werden.
Im Bereich der Lendenwirbelsäule
Zum Einsatz kommt die Epiduroskopie bei Bandscheibenvorfällen im Bereich der Lendenwirbelsäule und bei engem
Wirbelsäulenkanal sowie nach voran gegangenen Operationen. Die Technik ist dabei speziell an die jeweiligen Anforderungen
angepasst. Das Grundprinzip ist jedoch in allen Fällen das gleiche.
Der Katheter enthält bei einem Durchmesser von nur 2,3 Millimetern gleichzeitig einen Arbeitskanal, einen Spülkanal, einen
Lichtleiter und die Kamera-Optik. Über diese Kamera an der Spitze der Sonde kann der behandelnde Arzt den Schmerz
auslösenden Bereich genau betrachten. Das erlaubt eine exakte Diagnose, die Voraussetzung für die weitere Therapie.
Durch den Katheter wird dann unter Sicht verändertes Gewebe ausgespült, Verwachsungen werden gelöst und
Medikamente direkt an der Entzündungsherd gebracht. In vielen Fällen können auf diese Weise auch
hartnäckige, chronische Schmerzen gelindert oder sogar beseitigt werden.
Kurzer stationärer Aufenthalt
Der Eingriff selbst dauert kaum länger als eine halbe Stunde und erfordert nur eine lokale Betäubung. Die
Spülung über den liegenden Katheter wird zwei bis drei Tage lang zweimal täglich wiederholt.
Nach einer Ruhepause von etwa zwei Wochen kann der Patient in der Regel wieder seinem gewohnten Alltagsleben nachgehen.
INDIKATIONEN:
· Akute Bandscheibenvorfälle an der Lendenwirbelsäule mit Schmerzen, die in Gesäß und
Beine ausstrahlen; auch bei beginnenden neurologischen Ausfällen wie z.B. Pelzigkeit oder Schwäche
· Enger Wirbelsäulenkanal (Spinalkanalstenose) durch Vorwölbungen oder Verwachsungen nach vorherigen Operationen
· Schmerzhafte Verwachsungen nach Operationen und Entzündungen im Bereich der Lendenwirbelsäule
VORTEILE:
· risikoarme, minimal-invasive Behandlung
· örtliche Betäubung, d.h. keine Vollnarkose mit den entsprechenden Risiken
· ortsgenaue Behandlung unter Sicht
· kein Risiko einer Narbenbildung wie nach einer offenen Bandscheiben-Operation
· rasche Rückkehr zum Arbeitsplatz möglich
· Wiederholungen der Therapie sind möglich
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Pressearchiv:

Neue Post
[Ausgabe 09/2001]
"Minikamera in der Wirbelsäule: Endlich Hoffnung für Bandscheibenpatienten"
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[Größe: 207 KB]

Tina
[Ausgabe 08/2001]
"Erfolge der Medizin: Keine Rückenschmerzen mehr!"
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[Größe: 167 KB]
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Stichwort: Der Katheter.
Ein Katheter ist ein biegsames Instrument, das einem dünnen Schlauch ähnelt. Er kann mit verschiedenen
Zusatzgeräten wie Kameras oder Wärmesonden versehen sein. Je nach Ausstattung dient er der Beobachtung,
der Injektion oder der Manipulation innerhalb des Körpers. Häufig kann ein Katheter eine offene Operation vermeiden helfen.
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