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Bleibt ein Wirbelsäulen-Schmerz nicht lokal beschränkt, sondern strahlt er in andere Körperregionen
aus, kann das ein Zeichen für eine Beeinträchtigung der Nerven sein. Für den behandelnden Arzt
ist das ein Alarmsignal: Schreitet die Einengung der Nerven fort, können schließlich
Lähmungen die Folge sein. Bei ausstrahlenden Rückenschmerzen ist daher eine schnelle und exakte
Diagnose und individuelle Therapie nötig.
Häufig geben schon die Symptome einen Hinweis darauf, ob tatsächlich ein Nerv beeinträchtigt ist.
Typische Beschwerden sind in diesem Fall zum Beispiel Schmerzen, Kribbeln oder Taubheitsgefühle,
die ins Bein und bis an die Fußaußenseite oder in den großen Zeh ziehen. Der Volksmund nennt
solche Beschwerden oft auch "Ischias", weil die Schmerzen entlang des Ischiasnerven über das Gesäß ins Bein ziehen.
Auf jeden Fall ist bei solchen Beschwerden eine genaue körperliche Untersuchung für die
exakte Diagnose unabdingbar. Steht die Diagnose fest, stehen verschiedene Therapien zur Verfügung, von denen
einige im Folgenden mit den zugehörigen Begründungen (Indikationen) aufgezeigt sind.
Injektionstherapie:
Ziel einer Injektionstherapie ist es, die Schmerzspirale aus Schwellung, Entzündung
und Schmerz an der Nervenwurzel zu unterbrechen.
Wirbelgelenksblockade:
Bei der Facettenblockade wird der Schmerz an der Wirbelsäule gezielt und kurzfristig ausgeschaltet,
um seine Ursache sicher zu stellen.
Thermosondenbehandlung am Wirbelgelenk:
Die Thermosonde wird gegen schmerzhafte Veränderungen in den kleinen Gelenken der Hals- oder Lendenwirbelsäule eingesetzt.
Schmerzkatheter:
Viele offene Bandscheiben-Operation können mit der Kathetermethode nach Professor Racz vermieden werden.
Microlaser (Laser-Nukleotomie):
Chronische Schmerzen, denen Bandscheiben-Schäden zugrunde liegen, können mit dem Laser schonend behandelt werden.
Spiegelung des Wirbelsäulenkanals (Epiduroskopie):
Die Epiduroskopie erlaubt im selben Schritt Diagnose und eine Schmerzbehandlung.
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Pressearchiv:

Abendzeitung München
[v. 08.07.2001]
"Hitzesonde, Katheter & Co.: Neue Therapien bei chronischen Rückenschmerzen"
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Stichwort: Minimal-invasive Behandlung
Der Begriff "minimal-invasiv" beschreibt medizinische Methoden, die mit einem möglichst geringen
Eingriff auskommen. Meist kommt dabei ein schlauchförmiger Katheter - also eine Sonde mit oder
ohne Kamera - zum Einsatz, der durch einen kleinen Schnitt in Körperhöhlen eingeführt
wird und dort direkte oder indirekte Beobachtungen und Behandlungen erlaubt. Bei minimal-invasiven
Eingriffen haben Patienten meist keine Narbenbildung und nur sehr geringe Risiken zu befürchten.
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