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Last tragen, für Stabilität sorgen und zugleich flexibel sein - das sind die täglichen Anforderungen an unsere Wirbelsäule.
Damit die Wirbelsäule diese zum Teil widerstrebenden Aufgaben erfüllen kann, besteht sie aus 33 Wirbelkörpern. Die folgende
Abbildung zeigt eine schematische Darstellung der Lendenwirbelsäule. Die Wirbel bestehen jeweils aus einem
zylinderförmigen Wirbelkörper (gelb), der durch Bandscheiben (blau) von den benachbarten Wirbeln getrennt ist.
Diese auch Zwischenwirbelscheiben genannten Strukturen bestehen aus einem Ring aus Faserknorpel, der als Stoßdämpfer dient.
Nach hinten entspringt aus den Wirbelkörpern jeweils ein Wirbelbogen, der das Rückenmark umschließt. Hier befinden sich
auch Gelenkfortsätze, die mit benachbarten Wirbeln Kontakt aufnehmen.

Das empfindliche Rückenmark ist in dem aus den Wirbelbögen gebildeten Kanal gut vor Verletzungen geschützt. Aus dem
Rückenmarkskanal entspringen jedoch die so genannten Spinalnerven, die wiederum an den Gelenken dünne Gelenkäste bilden.
Diese Nerven sind für Störungen an der Wirbelsäule besonders empfindlich. Die folgenden Ausschnitte zeigen drei übliche
Erkrankungen der Wirbelsäule.

Bei einer Nervenkompression drückt Bandscheibengewebe gegen den Nerv. Nach Verletzungen oder Erkrankungen der Bandscheiben
kann ihr Ring aus Faserknorpel Schaden nehmen. Wölbt er sich zum Rückmarkskanal hin vor, spricht man von einer
Bandscheibenvorwölbung. Tritt der gallertartige Kern aus und drückt auf das Rückenmark, liegt ein so genannter
Bandscheibenvorfall vor. Dabei wird der betroffene Nerv durch den Druck beeinträchtigt. Lähmungen können die Folge sein.

Eine weitere häufige Erkrankung der Wirbelsäule ist die Gelenkarthrose. Bei dieser schmerzhaften Veränderung ist der
Gelenkknorpel stellenweise aufgebraucht, wird rissig und uneben. Kleine Wucherungen können gegen den Nerv drücken.
Die Arthrose ist meist eine natürliche Verschleißerscheinung im Alter. Doch auch jüngere Menschen können betroffen sein,
etwa nach Verletzungen, Entzündungen oder Fehlentwicklungen der Gelenke.

Auch Bandscheibenverschleiß ohne Vorfall oder Vorwölbung kann Schmerzen verursachen und den Nervenaustritt einengen.
Wenn die Bandscheibe ihre Form verliert, nimmt auch ihre dämpfende Wirkung ab. Der Zwischenwirbelraum wird dadurch stark
verengt, die Wirbelkörper können sogar aufeinander reiben. Darunter kann auch der austretende Nerv leiden.
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Nervenkompression
Wenn die Bandscheibe drückt

Gelenkarthrose
Alterserscheinung auch bei jungen Menschen

Bandscheibenverschleiß
Müde Stoßdämpfer
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