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Behandlung > IDET

Mit Hitze gegen Kreuzschmerzen

IDET - die "Thermische Bandscheibenfestigung"

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Schmerzen in der Lendenwirbelsäule - das muss nicht gleich ein Bandscheibenvorfall sein. Häufig ist der Grund eine natürliche Verschleißerscheinung der Bandscheiben: Schon kleine Einrisse im äußeren Faserring können teils hartnäckige Schmerzen verursachen. Im Rahmen der Wundheilung bildet sich in diesen Rissen ein weiches Bindegewebe, in das Nerven und Gefäße einwachsen. Erst diese natürlichen Reparaturvorgänge lösen den Schmerz aus.

Weil der Bandscheibenring mit dem weichen Gewebe weniger stabil ist, kann sich der Bandscheibenkern vorwölben oder gar - als Bandscheibenvorfall - heraus quellen. Zugleich verliert mit der Bandscheibe meist auch der gesamte Wirbelsäulen-Abschnitt an Stabilität. Bislang waren diese Probleme vielfach nur durch eine aufwändige und riskante Versteifungsoperation zu behandeln. Die thermische Bandscheibenfestigung (Intradiskale Elektrothermale Therapie, kurz IDET) bietet dazu seit kurzem eine schonende Alternative.

Ohne Schnitt und Vollnarkose

Bei der an der Stanford Universität in San Francisco entwickelten Methode wird das weiche Gewebe im Bandscheibenring durch Erhitzen gefestigt und zugleich die neu eingewachsenen Nerven und Gefäße zerstört. So erhält die Bandscheibe ihre Stabilität zurück und die Schmerzen verschwinden.

Unter örtlicher Betäubung wird dafür eine feine Thermosonde in den betroffenen Teil des äußeren Faserrings eingeführt. Die exakte Platzierung der Katheterspitze wird dabei durch Röntgenkontrolle sicher gestellt. Die Sonde wird dann über etwa 15 Minuten langsam erwärmt und anschließend wieder entfernt.

Wichtig ist die Diagnose

Die IDET ist ein risikoarmes und schonendes Verfahren, um den verschleißbedingt strapazierten Bandscheiben-Faserring zu festigen. Deshalb muss zuvor zweifelsfrei festgestellt werden, dass eine solche Schädigung vorliegt. Dafür wird die Lendenwirbelsäule mittels Kernspintomographie betrachtet und meist auch unter örtlicher Betäubung ein Kontrastmittel in die Bandscheibe injiziert, um den Verschleißgrad der Bandscheibe zu dokumentieren (Diskografie).

Die thermische Bandscheibenfestigung kann ambulant durchgeführt werden. Bereits eine Stunde nach dem Eingriff können die Patienten aufstehen und nach einigen Tagen eine leichte Tätigkeit wieder aufnehmen. Zwar sollte man sich in den Wochen nach dem Eingriff schonen, eine stationäre Rehamaßnahme ist jedoch nicht notwendig.

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Pressearchiv:
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Orthopress
[Ausgabe 03/2002]
IDET - Eine Wärmesonde gegen chronische Rückenschmerzen

Teil I anzeigen
[Größe: 82 KB]
Teil II anzeigen
[Größe: 99 KB]
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TopFit
[Ausgabe 01/2002]
Serie "Das Kreuz mit dem Kreuz" Teil 2: IDET

Teil I anzeigen
[Größe: 107 KB]
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[Größe: 73 KB]

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