Bildgesteuerte Verfahren (CT/C-Bogen)

Zweite Stufe: Bildgesteuerte Schmerz - und Injektionstherapie

Zielgenaue Behandlungen mit Computertomographie oder C-Bogen

Minimaler Eingriff, maximaler Erfolg – dafür ist eine präzise Kontrolle der Therapie wichtig. Ärzten stehen heute verschiedene bildgebende Verfahren zur Verfügung, die ohne Eingriff einen Blick in das Körperinnere erlauben. Zudem bieten moderne Computer immer schnellere Möglichkeiten, die erhaltenen Bilder optimal auszuwerten.

Bei den zielgerichteten Methoden zur Behandlung von akuten und chronischen Wirbelsäulenschäden in unserer Praxis haben bildgesteuerte Verfahren eine zentrale Bedeutung. Dabei handelt es sich um Röntgenverfahren, bei dem Aufnahmen des Körpers in verschiedenen Ebenen erstellt werden. Ein spezielles Kontrastmittel, das für die Untersuchung verwendet wird, erlaubt eine exakte Kontrolle des Eingriffs. So können die ärztlichen Instrumente besonders präzise gesteuert werden. Je nach Ursache für den Schmerz werden Mikroinstrumente, wie z.B. Wärmesonden oder Medikamente, bildgesteuert eingebracht:

Wirbelgelenksblockade (Facettengelenksblockade, FAB):

Degenerative Veränderungen in den kleinen Wirbelgelenken führen häufig zu Druckempfindlichkeit und Bewegungsschmerzen. Bei der Wirbelgelenksblockade wird dieser Schmerz gezielt ausgeschaltet, um sicher zu gehen, dass der Verschleiß am Gelenk tatsächlich die Ursache für den empfundenen Schmerz ist. Dazu werden schmerz- und entzündungshemmende Stoffe über eine Sonde und unter Bildkontrolle exakt an das betroffene Gelenk gespritzt. In der Regel sind 3-5 Behandlungen notwendig.

Injektionstherapie (Periradikuläre Therapie und Epidurale Spülung):

Nervenreizungen im Bereich der Hals- oder Lendenwirbelsäule bewirken oft starke, ausstrahlende Schmerzen. Diese Schmerzen können mit einer bildgeführten Injektionstherapie behandelt werden. Über eine Injektionsnadel wird dabei der gereizte und entzündete Nerv mit einer Wirkstoffkombination umspült. Die maximale Abschwellung der entzündeten Strukturen lindert den Druck auf den entzündeten Nerv. In der Regel sind 3-5 Behandlungen notwendig.

Thermosonden-Behandlung der Wirbelgelenke (Thermokoagulation der Facettengelenke):

Steht eine degenerative Veränderung eines Wirbelgelenks als Ursache für den Rückenschmerz fest, kann eine Thermosondenbehandlung der Wirbelgelenke durchgeführt werden. Unter Bildkontrolle führt man eine Thermosonde direkt an die schmerzenden Nervenfasern. Daraufhin wird der Nerv zur Lagekontrolle der Nadel kurz stimuliert, bevor ein örtliches Betäubungsmittel gegeben und die Sondenspitze für etwa eine Minute auf 75 Grad erhitzt wird. Auf diese Weise wird ein kleiner Bereich verödet und die Leitung der Schmerzfasern unterbrochen. Die einmalige Behandlung hält bis zu einem Jahr vor.

Microlaser (Perkutane Laser-Diskusdekompression, kurz PLDD genannt):

Bei einer krankhaften Veränderung der Bandscheibe kann Gewebe austreten und auf einen Nerv drücken. Bei denbildgesteuerten Bandscheiben-Operationen wird eine Lasersonde über eine spezielle Kanüle direkt in die Bandscheibe eingeführt. Das Bandscheibengewebe wird vorsichtig teilweise verdampft bzw. abgetragen.Eingewachsene Nervenenden werden verödet und die Bandscheibe insgesamt etwas geschrumpft. Auch mit anderen Sonden (z.B. Radiofrequenzkatheter) können ähnliche Effekte erzielt werden.
All diese Behandlungen werden ebenfalls ambulant durchgeführt.