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Noch vor wenigen Jahren mussten sich Bandscheibenpatienten fast immer einer offenen Bandscheiben-Operation unterziehen.
Oft war das nur der Beginn einer Schadens- und Schmerzspirale, die immer neue Operationen nach sich zog. Mit der
Schmerzkatheter-Behandlung nach Prof. Racz kann heute vielen dieser Patienten auf schonende Weise geholfen werden.
Unsere Praxis hat die Katheterbehandlung nach Prof. Racz im Jahr 1994 in Deutschland begonnen. Seitdem haben wir
über 5000 Patienten auf diese Weise behandelt. Die Methode ist inzwischen weltweit anerkannt und wird unter
anderem auch an deutschen Universitätskliniken durchgeführt. Das Ziel der Behandlung ist es einerseits,
die Nervenentzündung und damit den Schmerz zu lindern. Andererseits soll das auf den Nerven drückende
Gewebe entfernt und damit der Nerv dauerhaft entlastet werden.
Direkt ins Schmerzgeschehen
Unter lokaler Betäubung - eine Narkose ist nicht notwendig - wird durch eine natürliche Knochenöffnung
im Steißbein ein spezieller Katheter in den Wirbelkanal eingeführt. Diesen platziert der Arzt unter
Röntgenkontrolle exakt an der entzündeten und eingeengten Stelle des Nerven. Dort werden über den Katheter
verschiedene Entzündungs hemmende, Schmerz stillende und Narben lösende Substanzen direkt an den Ort des
Schmerzes gebracht.
Zusätzlich wird mit konzentrierter Kochsalzlösung das umliegende Gewebe entwässert und geschrumpft. So kann es
nicht mehr auf den Nerven drücken: Die Grundlage für eine dauerhafte Besserung der Beschwerden ist gelegt. Letztlich
wird damit die Anpassungsfähigkeit des Körpers gestärkt, damit er selbst ohne Schmerzen mit dem Schaden fertig
werden kann.
Kleiner Eingriff, große Wirkung
Für die Schmerzkatheter-Behandlung nach Prof. Racz ist ein kurzer, stationärer Aufenthalt nötig. Zwei bis drei
Tage lang wird die Behandlung morgens und abends wiederholt. Obwohl der Katheter in dieser Zeit liegen bleibt, kann sich der
Patient dank dessen flexibler Struktur ungehindert bewegen. In der Regel gehen die Rückenschmerzen schon während der
Behandlung zurück, und nach zwei bis drei Wochen Schonung kann der Patient meist wieder seiner normalen Tätigkeit nachgehen.
Bei vielen Patienten konnte durch die Schmerz-Kathetertherapie eine offene Operation vermieden werden. Auch bei knöchern
verengtem Rückenmarkskanal oder schmerzhaften Narbenverwachsungen nach Wirbelsäulen-Operationen hat die Methode
gute Ergebnisse gezeigt.
Dr. Marianowicz hat die Schmerzkatheter-Methode in unserer Praxis weiter entwickelt, so dass die Behandlung falls notwendig auch
unter Sicht erfolgen kann. Informationen dazu finden Sie bei der Wirbelsäulenspiegelung.
INDIKATIONEN:
· Akute und chronische Bandscheibenvorfälle, auch bei beginnenden Lähmungserscheinungen
nach neurologischer Abklärung
· Knöchern degenerative Veränderungen wie enger Rückenmarkskanal, Verengungen am
Austritt der Rückenmarksnerven
· Patienten mit Beschwerden und schmerzhaften Narbenverwachsungen nach Wirbelsäulenoperationen
an der Hals- oder Lendenwirbelsäule
VORTEILE:
· risikoarme, minimal-invasive Behandlung
· örtliche Betäubung, d.h. keine Vollnarkose mit den entsprechenden Risiken
· kein Risiko einer Narbenbildung wie nach einer offenen Bandscheiben-Operation
· keine Reha-Klinikaufenthalte, sondern ambulante krankengymnastische Nachbehandlung
· rasche Rückkehr zum Arbeitsplatz möglich
· Wiederholungen der Therapie sind möglich
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Pressearchiv:

Orthoprof
[Ausgabe 06/2004]
Schmerztherapie ohne Operation
Kathetertherapie als Chance zur langfristigen
und völligen Schmerzreduktion von Dr. Wolf-Dieter Lessl
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Stichwort: Der Katheter.
Ein Katheter ist ein biegsames Instrument, das einem dünnen Schlauch ähnelt. Er kann mit verschiedenen
Zusatzgeräten wie Kameras oder Wärmesonden versehen sein. Je nach Ausstattung dient er der Beobachtung,
der Injektion oder der Manipulation innerhalb des Körpers. Häufig kann ein Katheter eine offene Operation vermeiden helfen.
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